Risiken und mögliche Komplikationen bei einer Implantatbehandlung
Wie jeder operative Eingriff ist auch das Einsetzen eines Zahnimplantats mit Risiken verbunden.
Dazu zählen:
- Wundheilungsstörungen
- Entzündungen des umliegenden Gewebes
- In seltenen Fällen ein Verlust des Implantats
Rauchen, Diabetes oder Osteoporose können die Einheilung erschweren, ebenso eine unbehandelte Parodontitis. Auch die persönliche Kieferform spielt eine Rolle: Ist der Knochen zu schmal oder zu flach, steigt das Risiko für Komplikationen.
Mit einer gründlichen Voruntersuchung lässt sich dieses Risiko deutlich senken. Ein 3D-Röntgenbild zeigt uns den Kiefer in allen Details, sodass wir die Behandlung genau planen und mögliche Schwachstellen vorher erkennen. Bestehende Erkrankungen besprechen wir offen mit Ihnen und passen die Behandlung entsprechend an.
Gesamtdauer und Zeitplan einer Implantatbehandlung
Vom ersten Beratungsgespräch bis zum fertigen Zahnersatz vergehen in der Regel 6-8 Monate. Nach der digitalen Planung mit 3D-Röntgenbild setzen wir das Implantat in einem meist schmerzarmen Eingriff unter örtlicher Betäubung ein. Danach braucht der Kieferknochen Zeit, um mit dem Implantat fest zu verwachsen: Bei Titan- und Keramikimplantaten dauert diese Einheilzeit etwa drei Monate. Während der Einheilzeit müssen Sie nicht auf Zähne verzichten: Sie erhalten von uns ein Provisorium, das die Lücke schließt. Gerade im sichtbaren Frontzahnbereich achten wir darauf, dass es natürlich aussieht.
War vorher ein Knochenaufbau nötig, verlängert sich der Zeitplan. Nach einem Sinuslift ist der Knochen erst nach rund sechs Monaten stabil genug für das Implantat. In bestimmten Fällen ist eine Sofortversorgung möglich, sodass Sie den Zahnersatz direkt nach dem Eingriff tragen. Ob das für Sie infrage kommt, klären wir in der Voruntersuchung.
So verhalten Sie sich direkt nach der Implantat-OP
Am Tag der Operation und in den ersten Tagen danach braucht Ihr Kiefer vor allem Ruhe. Kühlen Sie die Wange in den ersten Stunden mit einem Kühlpack, das eine mögliche Schwellung verringert. Verzichten Sie auf körperliche Anstrengung, Sport und Sauna, bis die Wunde verheilt ist.
Essen Sie in den ersten Tagen weiche, lauwarme Kost und meiden Sie sehr heiße oder harte Speisen sowie Alkohol und Nikotin. Die Operationsstelle reinigen Sie zunächst vorsichtig, den Rest der Zähne putzen Sie wie gewohnt. Beim Kontrolltermin einige Tage nach dem Eingriff sehen wir, wie die Wunde heilt, und besprechen die nächsten Schritte mit Ihnen.
Alternativen zum Zahnimplantat im Vergleich
Ein Implantat ist nicht die einzige Möglichkeit, eine Zahnlücke zu schließen. Bei der klassischen Brücke werden die Nachbarzähne beschliffen und tragen den Zahnersatz mit. Das geht schneller als eine Implantatbehandlung, kostet aber gesunde Zahnsubstanz an den Nachbarzähnen.
Herausnehmbarer Zahnersatz wie eine Teil- oder Vollprothese kommt ohne operativen Eingriff aus und lässt sich unkompliziert anpassen. Halt und Kaukomfort erreichen aber nicht das Niveau eines festsitzenden Implantats, und der Kieferknochen baut sich unter der Prothese mit der Zeit weiter ab. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Zahnsituation, Ihrer Gesundheit und Ihren Wünschen ab. Wir beraten Sie dazu ausführlich.